Eine Liebesgeschichte
Anfang der 1990er-Jahre machte die strickbegeisterte Brit Vinje Lyngstad eine Entdeckung, die das Leben veränderte – sowohl ihres als auch das ihres Mannes Eilif. Die beiden lebten auf einem Bauernhof an einem der kältesten und nassesten Orte Norwegens. Starker Wind und Stürme vom Atlantik, beißender Nordwind und an zwei von drei Tagen im Jahr Regen waren an der Nordwestküste die Regel.
Brit konnte nicht länger zusehen, wie ihr Mann Tag für Tag nass und kalt von der Wald- und Hofarbeit nach Hause kam. Aus Liebe zu ihrem Eilif besorgte sie sich besonders weiche, erstmals geschorene Lammwolle und entwickelte mit ihrer einfachen Strickmaschine eine neue und völlig andere Strickmethode.
Sie hielt den fertig gestrickten Wollpullover gegen das Licht – und erklärte. Es war ihr gelungen, die Fähigkeit der Wolle zur Isolierung und zum Durchlassen von mehr Feuchtigkeit zu verbessern. Die Strickmethode erhöhte die Anzahl der Lufttaschen im Pullover und fühlte sich anders am Körper an. Eilif zog ihn an und begriff schnell, dass dieser Pullover etwas ganz Besonderes war. Und dank Brits Erfindung, Luft und Liebe – fror er nicht mehr.
Die Kunde von einer neuen Strickmethode und Brits warmer Erfindung verbreitete sich von Hof zu Hof. Schließlich verpfändete sie alles, was sie besaß, lieh sich eine Million Kronen, reiste in die Schweiz – und kaufte eine viel größere Strickmaschine! So erblickten die Wollwarenfabrik und die Marke Lanullva 1994 das Licht der Welt.
Eines Tages bestellte eine Gruppe von Arbeitern auf dem Weg nach Svalbard bei 40-50 Grad minus Wollunterwäsche bei ihr. Sie blieben warm und schickten einen rührenden Dankesbrief zurück. SINTEF in Trondheim wollte testen, ob die Geschichte wahr war – und verglich sie mit anderen bekannten Wollkleidungsstücken, die auf herkömmliche Weise gestrickt waren.
Die Geschichte wurde bestätigt. „Von den getesteten Produkten ist die
Lanullva-Unterwäsche hinsichtlich der thermischen Eigenschaften mit Abstand die beste. Je kälter, desto bessere Ergebnisse werden für
Lanullva erwartet. Wenn es sich minus 10 Grad und kälter nähert, ist
Lanullva ganz klar am besten.“
Dies war der Beginn der weltweit wärmsten Strickmethode, der Wollwarenfabrik Vinje und des heutigen
Lanullva-Erfolgs. Brits Tochter Gunn Anne Vinje Lyngstad gab dem Unternehmen ab 2006 neuen Schwung – und noch immer arbeiten wir jeden einzelnen Tag dafür, dass niemand frieren muss.
Das ist eine wichtige Aufgabe. Denn der Nordwind hier draußen am Atlantik hat nicht vor, so bald nachzulassen.